Lerne unsere Après-Viecher kennen!

4. FALLVORSTELLUNG

BORIS

 

 

Nationale:

    • Art: Sus partyensis (umgangssprachlich: Feier-Schwein)
    • Alter: juvenil bis jung-adult
    • Geschlecht: männlich
    • Haltung: lebt in der Mensa-Küche

Anamnese:

    • Der Patient erscheint zur routinemäßigen Verlaufskontrolle nach wiederholter Teilnahme an sozialen Gruppenaktivitäten mit erhöhter Kalorienaufnahme.
    • Laut Studierenden zeigt der Patient eine deutliche Präferenz für Buffetnähe, kombiniert mit auffälliger Aktivität in der Nähe von Getränketischen.
    • Zusätzlich wurde ein persistierendes Verhalten beobachtet, bei dem der Patient konsequent behauptet:
      „Ich hol mir nur noch schnell einen Snack.“

Vorgeschichte beinhaltet:

    • wiederholte Überexposition gegenüber Grillgut
    • episodische Mitternachts-Snack-Aktivität
    • reduzierte Hemmschwelle bei Sichtkontakt mit Essen
    • dokumentierte Fälle von „Ich probier nur kurz“-Syndrom

Klinische Untersuchung:

    • Allgemeinbefinden: wach, zufrieden, deutlich futtermotiviert
    • Körperkondition: gut genährt, mit leichter Tendenz zur Snack-Akkumulation
    • Haut: rosig, gelegentlich glänzend durch Grilldunst-Exposition
    • Bewegungsapparat: zielgerichtete Fortbewegung in Richtung Nahrung mit bemerkenswerter Geschwindigkeit

Verhalten:

    • erhöhte Lautäußerung bei Essenssichtung
    • ausgeprägtes Sozialverhalten in Buffetnähe
    • gelegentliches Verschwinden bei Snackverfügbarkeit

Besonderer Befund:

    • auffällige Fähigkeit, Snacks bereits aus großer Distanz zu lokalisieren

Diagnose:

    • Chronische Snack-Affinität mit episodischer Buffet-Fixation (ICD-VET: OINK-404 → kurz: Schwein im natürlichen Party-Habitat.

Therapie / Management:

    • kontrollierte Snackzufuhr (theoretisch empfohlen, praktisch schwierig umzusetzen)
    • regelmäßige Flüssigkeitszufuhr in geselliger Umgebung Tagesdosis: ≥2 Snacks verpflichtende Teilnahme an Bergfest-Aktivitäten

Prognose:

    • sehr gut, insbesondere bei stabilem Snackangebot und ausreichender Bergfest-2026-Unterstützung

3. FALLVORSTELLUNG

WOLLIVER

Nationale:

    • Art: Ovis semesterensis (umgangssprachlich: Halbschur-Schaf)
    • Alter: juvenil bis adoleszent
    • Geschlecht: männlich
    • Haltung: WG, saisonal wechselnde Wolllänge

Anamnese:

    • Der Patient erscheint zur routinemäßigen Sommersemester-Kontrolle nach kürzlich erfolgter inkompletter Schurmaßnahme.
    • Laut Mitbewohnern wurde die Schur spontan abgebrochen, nachdem der Patient während des Prozesses eine emotionale Bindung zu seiner caudalen Wollhälfte entwickelte.
    • Seitdem zeigt er ein auffälliges Verhalten mit deutlicher Präferenz für das Tragen einer dauerhaften Haube, vermutlich zur kosmetischen Kompensation.

Vorgeschichte beinhaltet:

    • saisonale Überwollung mit anschließender Teilrasur
    • wiederholte Sichtung mit Veilchen-Spritzer
    • persistierendes Bedürfnis nach „nur noch kurz hinlegen“
    • leichte Orientierung am Motto: „Halb geschoren, ganz entspannt“

Klinische Untersuchung:

    • Allgemeinbefinden: wach, ruhig, leicht verschlafen wirkend
    • Fell: asymmetrisch verteilt; craniale Körperhälfte sommerlich reduziert, caudale Hälfte weiterhin wintertauglich
    • Kopfregion: dauerhaft bedeckt durch Haube – vermutlich modischer Selbstschutz gegen Bad-Hair-Day-Diagnostik
    • Bewegungsapparat: leicht federnder Gang, gelegentliches Stolpern über verbliebene Wollreste

Verhalten:

    • typische Jugend-Symptomatik:
    • häufiges Herumliegen
    • langsame Reaktionszeit
    • gelegentliche spontane Motivation, die rasch wieder abklingt

Besonderer Befund:

    • deutlich sichtbare Halbseiten-Frisur, die sowohl Bewunderung als auch Verwirrung im Umfeld auslöst

Diagnose:

    • Partielle Schur-Dysbalance mit begleitender Sommersemester-Lethargie
      (ICD-VET: BÄH-50) → kurz: Halb geschoren, halb motiviert.

Therapie / Management:

    • kontrollierte Exposition gegenüber Sonnenlicht (zur natürlichen Woll-Akklimatisierung)
    • regelmäßige Haubenpflege zur Stabilisierung des Selbstbewusstseins
    • Tagesdosis:
      1–2 Power-Naps
      ≥1 motivierender Snack
      optionale Komplett-Schur nur bei ausreichender mentaler Vorbereitung

Prognose:

    • gut bis sehr gut, insbesondere bei stabiler Haubenversorgung und ausreichend Schattenplätzen während des Sommersemesters.

2. FALLVORSTELLUNG

GLORIA

Nationale:

    • Art: Anser glamourensis (umgangssprachlich: Diva-Gans)
    • Alter: jung-adult
    • Geschlecht: weiblich
    • Haltung: freilaufend, aber nur dort, wo sie gesehen wird

Anamnese:

Die Patientin erscheint zur Routinekontrolle, nachdem sie mehrfach auffällig wurde durch
ungefragtes Kommentieren der anderen Viecher,
überdurchschnittlichen Wing-Flick-Einsatz
und unberechtigte Selbstsicherheit auf der Après-Vieh-Tanzfläche.

Vorgeschichte beinhaltet:

    • chronische Überheblichkeit in Kombination mit Federpflege-Exzessen
    • wiederholte verbale Attacken
    • Verdacht auf intermittierende Selfie-Sucht

Klinische Untersuchung:

    • Allgemeinbefinden: wach, aufmerksam, leicht gelangweilt (von allen außer sich selbst)
    • Gefieder: makellos, vermutlich täglich 17× neu sortiert; gelegentlicher Glitter-Niederschlag unklarer Herkunft
    • Gangbild: watschelnd, aber mit auffälliger Hüftbetonung („Runway-Watschel“)
    • Verhalten: ausgeprägtes Side-Eye, regelmäßiges genervtes Schnattern, ausgeprägter Hang zum Drama (z. B. Zusammenbrechen, wenn ein Federchen schief sitzt)
    • Besonderer Befund: dauerhaft leicht angehobener Schnabel in „Ich-bin-besser-als-ihr“-Position

Diagnose:

    • Subakute Diva-Entgleisung (ICD-VET: SASS-07) → kurz: Gans mit stark ausgeprägter Sassy-Symptomatik.

Therapie / Management:

    • kontrollierte Zufuhr von Komplimenten (min. 4 pro Tag)
    • tägliche Schnatter-Entlüftung (um angestauten Sass abzubauen)
    • Social-Media-Karenzzeit von 1–2 h täglich
    • optional: Feder-Glow-Up, um Reizbarkeit zu reduzieren

Prognose:

    • gut bis exzellent, sofern ausreichend Bewunderung, Rampenlicht und respektvoller Abstand gewährleistet werden

1. FALLVORSTELLUNG

FLIP

Nationale:

    • Name: Flip
    • Art: Lepus snowboardensis (umgangssprachlich: Snowboard-Hase)
    • Alter: juvenil
    • Geschlecht: männlich unkastriert
    • Haltung: WG

Anamnese:

Der Patient erscheint zur Halbzeitkontrolle nach wiederholtem Sichtkontakt auf der Piste. Er sei selten ohne Kopfhörer anzutreffen, bevorzugt Energy Drinks gegenüber Wasser und zeigt eine deutliche Präferenz für Snowboarden statt artgerechtem Hoppeln.

Vorgeschichte beinhaltet:

    • mehrfache nächtliche Après-Ski-Exposition,
    • akute Coolness-Überladung,
    • ein persistierendes Bedürfnis nach „nur noch eine Abfahrt“.

Klinische Untersuchung:

    • Allgemeinbefinden: wach, aufmerksam, leicht übermotiviert
    • Fell: unter Mütze versteckt, gelegentlich mit Frosting (Schnee) verziert
    • Bewegungsapparat: auffällig geschmeidig – besonders bei 180°-Sprungversuchen
    • Verhalten: typische Teenager-Symptome: Augenrollen, impulsive Tricks, hohe Lautstärke
    • Atemfrequenz: erhöht – Ursache vermutlich Begeisterung + Koffein
    • Besonderer Befund: Snowboard fest angewachsen (zumindest wirkt es so)

Diagnose:

Adoleszente Après-Vieh-Syndromatik (ICD-VET: HOP180) → kurz: Teenager in seinem natürlichen Habitat.

Therapie / Management:

    • kontrollierte Zuführung von Pistenkilometern
    • Überwachung der Coolness-Werte
    • Tagesdosis: 1–2 Tiefschneeabfahrten, ≥1 Group-Hug (wenn er es zulässt)

Prognose:

Ausgezeichnet, besonders mit Bergfest-2026-Unterstützung